Das Wort zum Monat September2014

EINE KLEINE GESCHICHTE

 

Es war einmal vor langer Zeit, in einem nicht so fernen Land, ein König. Dieser König hatte einen Berufsjäger, der ihm einmal auf der Bärenjagd das Leben gerettet hatte. Zum Dank für die Rettung schenkte er ihm ein kleines Anwesen samt ein wenig Land. Der Jäger und seine ganze Verwandtschaft waren sehr erfreut über den kleinen Landsitz. Alle halfen, das kleine Idyll zu verbessern und zu erhalten. Eines Tages wurde der Jäger samt Familie in ein fernes Land abberufen, um dort eine marode Jagd wieder in Schwung zu bringen. Mit schwerem Herzen setzte er einen befreundeten Jäger als Verwalter ein, mit dem Gedanken, dass alles in seinem Sinn weitergeführt werde und er mit seiner Familie ab und zu einen Besuch machen könnte.

 

Nach einem Jahr in fernen Diensten fragte er seinen Jagdherrn für ein paar Tage frei. Er wolle seinem Freund und Verwalter einen Besuch abstatten und fragen, ob er mit allem zurechtkäme.

 

Aber hoppla, da hatte er die Rechnung ohne den Verwalter gemacht. Dieser sagte ihm klipp und klar, ob er unangemeldet zu erscheinen hätte oder nicht. Er der Verwalter schaue jetzt hier, dass alles rund läuft. Er, der Besitzer, solle sich gefälligst anmelden, wenn er zu Besuch komme oder etwas über den Geschäftsgang seiner Liegenschaft wissen wolle.

Der Jägersmann reiste enttäuscht über seinen Freund wieder ab. Sein neuer Herr fragte ihn nach der Rückkehr, wie der Besuch verlaufen sei und ob alles im Reinen sei.

Der Jäger erwiderte ihm, er sei sehr enttäuscht von dem Besuch und seinem Freund und fühle sich auf seinem Grund und Boden fremd und nicht willkommen. Er werde den ganzen Besitz wieder an den früheren Besitzer zurückgeben.

 

Gesagt getan. Er gab das Anwesen dem König zurück. Der König fragte ihn ganz verwundert: „warum gibst du mir das Anwesen wieder zurück“. Der Jäger erwiderte ihm: „ich arbeite jetzt weit weg von hier und jedes Mal, wenn ich mein Anwesen besuchen will, muss ich mich anmelden und fühle mich nicht willkommen. Das schmerzt mich jedes Mal in der Seele. Ich will das Anwesen lieber nicht mehr und gebe es wieder in ihre Hände zurück“.

 

Der Jäger lebte noch lange in der Ferne bei seinem Jagdherrn, zufrieden und willkommen.

 

Ähnlichkeiten mit Personen und Orten wären rein zufällig.

Und die Moral von der Geschichte:

  • Wehret den Anfängen!
  • Macht - sonst wird mit euch gemacht!
  • Befehlt - sonst wird euch befohlen!

 

Ich wünsche Euch allen Jegersgfell und Weidannsheil

Aschi

 

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