Hubertusjagd - Samstag, 7. November 2009

Wir führten wieder einmal unsere alljährliche Hubertusjagd durch. Housi Leuenberger öffnete bereits früh den Bären in Büetigen, damit sich die gut 30 Jäger noch mit Kaffee und Gipfeli stärken konnten. Urs Köchli konnte auch die beiden Wildhüter Daniel Trachsel und Romeo De Monaco begrüssen. Nach der ausführlichen Besprechung der Hornsignale, die nur bei den wenigsten alle Unsicherheiten beseitigen konnten, verschob sich die Gruppe in den Bürenwald. Unter der Leitung von Romeo wurde die obere Höhe umstellt und von mehreren Treibern mit ihren Hunden getrieben. Schon wäre es gewesen, wenn noch mehr Jäger ihre Hunde mitgenommen hätten, so dass eine richtige Meute hätte geschnallt werden können. Nach einem etwas harzigen Anfang begannen die Hunde jedoch schön zu jagen und so konnten ein Bock, eine Geiss und ein Kitz geschossen werden.

Yannick mit "seinem" Bock
Yannick mit "seinem" Bock

Die Geschichte mit dem Bock muss jedoch noch etwas ausführlicher erzählt werden, denn unter solchen Umständen wurden wohl noch nicht viele Rehe erlegt. Der zwölfjährige Yannick nämlich, der mit den Treibern mitging machte einen Bock auf, worauf dieser durch die ungewohnte Anzahl Jäger wohl nicht mehr recht wusste, wohin er flüchten sollte. So versuchte er sich mit einem Sprung in die hohen Brombeeren zu retten. Leider landete er nicht auf dem Boden, sondern verfing sich mit dem Vorderlauf in einer Astgabel eines jungen Bäumchens. Darauf blieb der Bock ruhig stehen, wohl in der Hoffnung, das ihn niemand mehr sehen konnte. Doch Yannick hatte alles genau beobachtet und rief darauf dem nächsten Schützen zu, er solle kommen und den Bock schiessen, er sei aufgehängt. Der Schütze liess sich natürlich nicht zweimal bitten und konnte den Bock erlegen. Es stellt sich heraus, dass der Bock so fest hängen geblieben war, dass er auch auf den tödlichen Schuss nicht umfallen konnte. Der Schütze musste an diesem Tag noch oft hören, dass es nicht so schwierig sein könne einen festgebunden Bock zu schiessen.

Absenden durch Präsi Urs Köchli und Wildhüter Romeo De Monaco
Absenden durch Präsi Urs Köchli und Wildhüter Romeo De Monaco

Nach einer Znünipause verschob sich die Gruppe nach Diessbach ins Eichi. Leider konnte in diesem Trieb nichts mehr erlegt werden.
Danach fuhr die Gruppe in die Fasanerie. Nach dem Absenden konnten alle ein von Susanne Rickli herrlich zubereitetes Essen geniessen. Zuerst gab es einen guten Salat, dann wurden wir mit Ragout und Spätzli verwöhnt. Zum Dessert gab es Caramelköpflis. Alles wunderbar.
Beim vom Verein spendierten Essen konnte der Morgen noch einmal besprochen werden und auch die eine oder andere Anekdote aus der laufenden Jagd konnte erzählt und vernommen werden.
An dieser Stelle möchte der Vorstand noch einmal allen Helfern danken. Wir freuen uns bereits jetzt wieder auf die nächste Hubertusjagd und hoffen, dass auch im nächsten Jahr wieder so viele Vereinsmitglieder daran teilnehmen werden.       Pia Zingg

Strecke der Hubertusjagd 2009
Strecke der Hubertusjagd 2009