Schadbock - kritische Gadanken von Peter Stettler

Wie bekannt ist, wurden auch in diesem Jahr vor Beginn der Herbstjagd mehrere sogenannte Schadböcke in unserem Jagdgebiet erlegt.

Zum Zuge kamen aktive Heger und Pfleger aus unserem Verein. Dies wäre an und für sich in Ordnung, wenn wir kein Patentkanton wären. Der Kanton Bern ist nun einmal ein Patentkanton und aus meiner Sicht soll der Jäger den Nutzen haben, welcher die Patentgebühren entrichtet. Der Jäger darf den Anspruch haben, dass er der Nutzniesser des Wildbestandes ist.

Es kann doch nicht sein, dass auf die jährlichen Anregungen aus dem Forst die Spezialabschüsse durch das Jagdinspektorat bewilligt werden.

Wie den Bestandeszahlen zu entnehmen ist, sind unsere Wälder ein grosses Reservoir des Rehwildes und die Abschüsse auf der Herbstjagd genügen offensichtlich nicht. Da frage ich mich schon, warum wird die Stückzahl der zu jagenden Rehen im Basispatent nicht erhöht? Es geht aber offensichtlich nicht um die Sache, sondern um reine finanzielle Hintergründe. In diesem Bereiche zeigt sich "unser" Jagdverwalter in vornehmer Zurückhaltung.

Es bleibt noch der Wunsch, dass an der Delegiertenversammlung nicht nur das Sitzungsgeld abgesessen - sondern dass unsere Anliegen vertreten werden.

 

PS Der Schadbock ist im 'Das grosse Jagdlexikon' wie folgt umschrieben: Ein älterer Rehbock mit langen Spiessen. Im Kampf ist er anderen Böcken mit mehrendigen Geweihen überlegen! Erlaubt ist sicher noch die Frage, können nicht auch weibliche Tiere Aesersfreuden an den Weisstannentrieben haben?

 

Mit Jägergruss peter stettler