Einladung zum Hubertusgottesdienst

Sonntag, 29. November 2015 09.30 Uhr in der Kirche Rapperswil

Liturgische Texte und Predigt, Pfarrer Patrick Wyssmann

Liturgische Musik
Hubertusmesse für Parforcehörner in Es in der Fassung von Reinhold Stief. Vorgetragen durch Diana Jagdhornisten Burgdorf, Obmann Kurt Wülser. Musikalischer Leiter Rolf Krähenbühl

Veranstalter
Kirchgemeinde Rapperswil-Bangerten mit dem Patentjägerverein Seeland

Apéro nach dem Gottesdienst


Zur Hubertuslegende

Die Legende berichtet, dass Hubertus (656 – 728), Sohn eines Herzogs mit verantwortlicher Stellung am Hof des Fürsten von Burgund, aus Schmerz über den allzu frühen Tod seiner Gemahlin Trost in vielen weltlichen Vergnügungen suchte. Eines Tages, als er zur Jagd ritt, erschien ihm ein Hirsch, der zwischen seinem Geweih das Zeichen des heiligen Kreuzes trug, und er vernahm eine Stimme, die ihn mahnte, über den Dingen dieser Welt das ewige Leben nicht zu vergessen. Betroffen stieg er vom Pferd, sank auf die Knie und betete zum Herrn. Diese Erscheinung beeindruckte ihn so stark, dass er den Hof verliess, auf seine Ämter, sein Vermögen und seine Vergnügungen verzichtete und sich von da an ganz in Gottes Dienste stellte.

Hubertus wird von den katholischen Christen als Heiliger verehrt, weil er viele Jahre seines Lebens zum Segen seines Landes als Bischof von Maastricht amtete und in den Ardennen als eifriger Missionar wirkte. Er wurde zum Schutzpatron der Jäger und des Wildes.

Im Mittelalter bildete sich der Brauch heraus, am 3. November, am Tag seiner Heiligsprechung im Jahr 1744, zu seinen Ehren eine feierliche Messe zu lesen. Die Kirche wurde mit dem Grün der Wälder geschmückt, und anstelle von Chor und Orgel übernahmen Jagdhörner die liturgische Musik.

Liturgische Musik

Die Melodien der Hubertusmesse sind über 200 Jahre alt und nach dem liturgischen Aufbau einer katholischen Messe geordnet. Sie wurden meist mündlich überliefert und im improvisierten Satz vorgetragen, bis sie um 1970 von Reinhold Stief aufgezeichnet und herausgegeben wurden. Das Parforcehorn ist ein Naturwaldhorn ohne Ventile und war das Jagdhorn der Hetzjagd zu Pferde (Parforcejagd).