Das Wort zum Monat Dezember 2018

Der erste Advent ist Geschichte. Die Kerze Nummer 1 brennt und den Black Friday haben hoffentlich die meisten von uns gut überstanden. Adventszeit – eine Zeit der Rückblicke und der Besinnung. So lasst uns im Bereich der Jungjägerausbildung auch etwas zurückschauen und gemeinsam vier Kerzen anzünden.

  

1. Kerze

Im Januar 2018 haben 14 JJ (Jungjägerinnen und Jungjäger) mit der Ausbildung am Standort Lyss begonnen. Eine engagierte und dynamische Klasse. Toll, dass auch wiederum einige Damen das Weidwerk erlernen. Einen kleinen Dämpfer mussten wir alsdann im April entgegennehmen. Fünf von insgesamt 22 JJ der Klasse 2017 haben die praktische Prüfung im Bereich des Kugelschiessens nicht bestanden. Wir haben die Lehren daraus gezogen und entsprechend korrigiert.

 

2. Kerze

Im Frühling und Sommer wurden dann fleissig Hege- und Hundestunden abgearbeitet und die ersten Ausbildungseinheiten im Schiessen bestritten. Ein grosses Dankeschön haben die Obmänner im Bereich Hege, Schiessen und Hunde verdient. Gemeinsam mit ihren zahlreichen Helfern wurden die JJ gut betreut und fachmännisch instruiert.

 

3. Kerze

Und dann wurde es so richtig spannend und die JJ konnten bei der Begleitung unserer Jagdgruppen auf der Rehjagd die ersten praktischen Erfahrungen sammeln. Schön zu wissen, dass die Jagdgruppen bei der Ausbildung des Nachwuchses tatkräftig mithelfen. Eine kleine Bemerkung kann ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen. Für die JJ sind wir Vorbilder. Also lasst uns im Bereich der weidmännischen und jagdethischen Grundsätze und der Sicherheit in Wort und Tat entsprechend agieren. Ein Höhepunkt der Jungjägerausbildung stellt jedes Jahr die Brüggwaldjagd dar. Unter Aufsicht habe alle JJ die Möglichkeit, sich in der Roten Arbeit zu üben. WH Dani Trachsel ermöglicht uns diese Ausbildungsmodul. Auch hier ein grosses MERCI.

 

4. Kerze

Mit der vierten Kerze schauen wir in die Zukunft. Für den Ausbildungslehrgang 2019 haben sich 10 JJ im Seeland angemeldet. Die Struktur der Ausbildung wird sich mit einer Ausnahme nicht stark verändern. Im Bereich der Wildbrethygiene wird ab dem nächsten Jahr ein neues Modul angeboten.

 

Die Jagdausbildung ist im Kanton Bern intensiv. Die JJ besuchen im theoretischen und praktischen Bereich über 50 Ausbildungseinheiten. Fast jede Woche ist also etwas los. Zusätzlich sind die Hegestunden zu leisten und das persönliche Schiesstraining steht an. Abschliessend wird dann alles nochmals repetiert und auf den Punkt gebracht. Ja, die Jagdausbildung ist streng. Die Prüfung zu bestehen, ist aber machbar. Und dies, ungeachtet der gesellschaftlichen Situation und des schulischen sowie beruflichen Rucksackes. Das ist gut so!

 

An dieser Stelle bedanke ich mich recht herzlich bei allen, die sich bei der JJ-Ausbildung engagieren. Haben wir gemeinsam Sorge zu unserem Nachwuchs. Nicht zuletzt im eigenen Interesse für eine attraktive Berner Jagd der Zukunft.

 

Gerne wünsche ich der VHJV-Familie eine schöne Adventszeit und gute Momente auf der Winterjagd.

Alain Batzli