Das Wort zum Monat Februar 2020

Ich kam schon oft mit leeren Händen von der Jagd zurück -

doch noch nie mit leerem Herzen.

 

Werte Jägerinnen und Jäger, werte Besucher unserer Webseite.

 

Seit einigen Jahren sind im Kanton Bern Bestrebungen im Gange, die Schiessausbildung der Jungjäger zu optimieren. Nun haben wir im Seeland mit einem Pilotversuch gestartet, welcher die Schiessausbildung aus dem Schattendasein erweckt und fördert.

Dies hat aber zur Folge, dass unsere Jungjäger faktisch jedes Wochenende eine Veranstaltung, sei es Hege, Hunde oder eben das Schiessen, haben. Auch zu meiner Jungjägerzeit hatten wir viel los, aber heute kommen da noch diverse neue Pflichtmodultage dazu, was zu einer grossen Belastung, auch für das Umfeld des Jungjägers, führt.

 

Aus diesem Grund befürworte ich auch die Idee, die Ausbildung wieder auf zwei Jahre zu erhöhen. Damit könnte man auch gewisse negative Tendenzen, die sich bei den Jungjäger einschleichen, vielleicht etwas minimieren.

So musste ich kürzlich erfahren, dass Jäger, deren Druckfarbe auf den Prüfungsausweisen nicht mal trocken sind, sich aufführen wie die reinsten Revierpächter und andere Jäger bei der Ausübung ihrer Leidenschaft im Kanton Bern aktiv stören.

Auch könnte man wohl die Gesinnung mancher Jungjäger etwas mehr beeinflussen, wenn sie zwei Jahre in der Ausbildung und so vermehrt von erfahrenen Jägern umgeben sind. Es kann nicht sein, dass wir Personen zu Jägern ausbilden, welche dann bald gegen die Jagd oder Teile davon plädieren und sich in Organisationen, welche der Jagd grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen, profilieren.

Darum scheint es mir wichtig, dass wir die frischen Jungjäger auch ausserhalb der Ausbildung in unsere Sitten und Gebräuche einführen und sie in unsere Vereine und Jagdgruppen integrieren, Einzelkämpfer hat es schon genug.

 

Jagd Schweiz ruft zur mithilfe bei der Kampagne für das neue Eidg. Jagdgesetz auf, welches am 17.Mai 2020 vors Volk kommt.

Ich möchte Euch bitten, dies zu unterstützen, denn nur vereint sind wir stark und können ein Zeichen setzen.

 

Mit Jägersgruss, Bernhard Zürcher