Das Wort zum Monat Juni 2020

Man sagt, der Jäger sei ein Sünder, weil selten er zur Kirche geht,

doch ein ehrfürchtig Blick zum Himmel im tiefen Wald, ist besser als manch falsch Gebet.

 

Werte Jägerinnen und Jäger oder Diejenigen, die es noch werden wollen, werte Besucher unserer Webseite.

 

Ja dieses Virus aus China hat uns aufgezeigt, wie verletzlich wir und unsere Gesellschaft ist. Ich durfte glücklicherweise in den letzten Monaten meiner Arbeit im gewohnten Umfang nachgehen. Musste aber feststellen, dass viele Menschen fast panisch mit dieser Pandemie umgegangen sind, und teilweise regelrecht in Todesangst lebten. Glücklicherweise sind wir Jäger etwas geerdet, im Wissen um die Endlichkeit allen Lebens.

Auch unser Vereinsleben ist auf einen Schlag ausgesetzt worden. Gemeinsame Hegeanlässe, Hundeausbildung, das Schiessen, der Jägerhöck, oder das spontane zusammensitzen mit Kollegen wurden untersagt. Ob dies richtig war, wird die Zukunft zeigen. Ich hoffe, dass mit den Lockerungen ab dem 6. Juni wieder eine gewisse «Normalität» zurückkehrt.

 

Mit Befremden habe ich Mitte Mai vom Entwurf der neuen Jagdverordnung, welche auf dem neuen Jagdgesetz abgestützt ist, Kenntnis genommen. Mir scheint, dass gewisse Kreise uns in der Verordnung jene Verschärfungen auferlegen wollen, welche sie im Gesetz nicht durchgebracht haben. Z.B. Verbot von Bleimunition auf Schalenwild und Murmeltiere, Treffsicherheitsnachweis zwingend mit Kugelbüchse, Fütterungs- / Kirrverbot usw. Ich denke es ist wichtig, dass wir als Basis bei den Entscheidungsträgern Einfluss nehmen, damit unsere Einwände in der Vernehmlassung Gehör finden. Ich bitte Euch den Verordnungsentwurf durchzulesen und eure Einwände, bei den zuständigen Stellen kundzutun. Es wäre meiner Meinung nach schlecht, wenn das neue Jagdgesetz aufgrund der Verordnung abgelehnt würde. https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/61228.pdf

 

Nun wünsche ich euch einen schönen Sommer und hoffe, wir sehen uns bald, sei es bei der Hege, beim Schiessen am 20. Juni, oder beim Jägerhöck in der Fasanerie.

 

Mit Jägersgruss, Bernhard Zürcher